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Donnerstag, 5. März 2015

Käse-Sahne-Kassler

Manchmal hat der kleine Koch einfach geniale Eingebungen. Das folgende Gericht entstand unter den Parametern:
- muss weg
- ist nicht mehr viel von da
- soll schnell gehen

Herausgekommen ist ein wundervoller Auflauf, der vom Geschmack eine leicht säuerliche-sahnige Note hat. Salz und Pfeffer habe ich nicht gebraucht, weil das Kassler würzig genug war. Der Brokkoli wurde auch nicht matschig, da er ja noch fast tiefgekühlt in den Ofen kam.

Zutaten (für 2 Portionen):

ein paar Brokkoli-Röschen (TK)
2 Cocktailtomaten
1 Stange Lauch
1 Stück Kassler
1 Becher Crème légère
ca. 10 ml Sahne (oder Milch)
ein paar Spritzer Zitronensaft
etwas geriebener Emmentaler oder Gouda oder beides

Zubereitung:

  • Brokkoli aus dem Gefrierfach nehmen, den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Das Kassler in Würfel schneiden, den Lauch in Ringe und die Tomaten in Viertel.
  • In einer Pfanne zuerst die Kasslerwürfel etwas anbraten, dann Lauch dazu geben und den Brokkoli (in gefrorenem Zustand). Das ganze ein bisschen anschwitzen und ggf. die Brokkoliröschen voneinander lösen.
  • Nun die Creme légère hinzukippen und umrühren.
  • Das ganze in eine Auflaufform geben, mit etwas Sahne begießen und die Tomatenviertel darauf verteilen, mit ein bisschen Zitronensaft beträufeln und mit Käse bestreuen.
  • Den Auflauf in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 8 Minuten backen, bis der Käse gut zerlaufen und der Brokkoli gar ist.
Guten Appetit!


Nährwerte:


Kcal Eiweiß KH Fett
Cocktailtomaten 3,8 0 0 0
Lauch 14,5 1 1,7 0
Kassler 180 33 1,5 4,5
Creme légère 97,2 3,72 6,6 6
H-Sahne 29,3 0 0 3
Brokkoli 25,2 3,48 2,4 0
Emmentaler gerieben 77,6 6 0 5,9
Gesamt: 427,6 47,2 12,2 19,4
Pro Portion 213,8 23,6 6,1 9,7

Montag, 9. Februar 2015

Kassler mit Sauerkraut - Grundrezept

Heute hatte ich Lust auf Sauerkraut. Dazu passend natürlich auch auf Kasseler. Völlig unerfahren in Sachen Kassler besorgte ich für 89 Cent eine Packung Weinsauerkraut bei REWE und für 3 Euro zwei Stück Kassler. Zuhause musste ich beim Rezepte stöbern schließlich feststellen, dass das Fleisch echt lang braucht, wenn man es kocht. Zum Glück fiel dem kleinen Koch der Sicomatic ein, der sonst eher ein unbeachtetes Dasein fristet. Ist irgendwie kein richtiges Kochen, wenn man a) nicht sieht, was das Essen da so macht und b) auch nicht mehr eingreifen / umrühren / würzen kann... 

Wie auch immer, das Ergebnis war so lecker, die Ausführung schon fast banal im Vergleich dazu, dass das Gericht definitiv einen Post verdient hat. Das Fleisch war superzart und das Sauerkraut sämig, obwohl kein Bindemittel verwendet wurde. Ich bezeichne das als Grundrezept, da man das gut abwandeln kann.

Die Nährwerte sind auch unglaublich figurfreundlich, der Gatte war ebenfalls begeistert, also das Gericht war ein absoluter Volltreffer.

Zutaten für 2 Portionen:

2 Scheiben Kassler (je 150 g)
1 Packung Weinsauerkraut
4 - 5 Körner Piment
2 - 3 Lorberblätter
0,25 ml Gemüsebrühe
ein Stückchen Butter
1 kleine Zwiebel

Zubereitung:

Die Zwiebel fein hacken und in heißer Butter im Sicomatic andünsten. Sauerkraut hinzugeben und auf dem Topfboden verteilen.

Die Gemüsebrühe und die Gewürze hineingeben und die Kasslerscheiben oben drauf legen. Topf schließen und auf Garstufe 2 für 10 Minuten garen.

Abdampfen und Servieren.


Varianten:

  • Mit Sahne abschmecken
  • Speck- oder Schinkenwürfel hinzufügen
  • einen geriebenen Apfel dazu geben
  • Kümmel dazugeben

Nährwerte (pro Portion):


Kcal Eiweiß KH Fett
Kasseler 444 75 0 12
Weinsauerkraut 100 7,5 4 1,5
Butter 29,64 0,02 0,02 3,28
Gesamt: 573,64 82,52 4,02 19,78
Pro Portion 286,82 41,26 2,01 8,39

Montag, 2. Februar 2015

Tiroler Schweinenacken

Der kleine Koch und zwei unmarinierte Schweinenacken-Steaks im Kühlschrank fanden ein passendes Rezept bei Chefkoch.de. Es ist sehr einfach und schnell gemacht und deftig-rustikal, womit es wohl eher unter die Kategorie "Männer-Rezept" fällt (ohne den tatsächlich kochfreudigen Männern zu nahe treten zu wollen). Wir haben das Sonntags gemacht, deshalb haben wir etwas improvisiert, was die Zutaten angeht. 

Ich persönlich bin kein Schweinefleisch-Fan, aber ich kann mir diese Kombination auch gut mit Hühnerbrustfilets vorstellen oder auch mit einem Tofu-Filet. 

Zutaten für 2 Portionen (oder 1 hungrigen Ehemann):

2 Schweinenackensteaks (je ca. 180 g)
Paprikapulver
Salz und Pfeffer
50 g Crème légère mit Kräutern
1 Zwiebel
ca. 80 g frische Champignons
50 g Schinkenwürfel
2-3 EL Dosentomaten
geriebener Emmentaler

Zubereitung:

  1. Backofen auf 200° C vorheizen (Ober- und Unterhitze)
  2. Die Steaks mit Paprika, Salz und Pfeffer würzen und in heißem Öl von jeder Seite ca. 1 Minute anbraten. Herausnehmen und in eine Auflaufform legen.
  3. Temperatur etwas herunterdrehen und Zwiebeln, Champignons und Schinkenwürfel anbraten. Wenn die Zwiebeln glasig sind, Pfanne vom Feuer nehmen und die Creme légère unterziehen.
  4. Die Mischung auf die Steaks verteilen, pro Steak etwa 1-2 EL Dosentomaten darübergeben und großzügig mit Emmentaler bestreuen.
  5. Für 15 -20 Minuten im Ofen überbacken.
Dazu passt ein gemischter Salat.




Nährwerte:


Kcal Eiweiß KH Fett
Schweinenacken 704 19,6 0 13,4
Creme légère 78 1,5 2,35 7
Champignons 12,8 2,16 0,48 0,16
Emmentaler 75,2 5,6 0,6 5,6
Schinkenwürfel 64 12 0,5 1,5
Gesamt: 794,8 23,26 2,83 20,56
Pro Portion 397,4 11,63 1,42 10,28

Donnerstag, 12. Juni 2014

Fußball-Wurst

Egal ob Fußball-WM in Brasilien oder EM - was passt besser zu FuBa als eine leckere, gegrillte oder gebratene Wurst? Da der kleine Koch in mir direkt zu meckern begann, von wegen "banal", "Unterforderung" und dann mit "Kreativität in der Küche" nachlegte, habe ich mir eine eigene Currywurstvariante zugelegt, denn "Ketchup drauf und Curry drüber" war einfach nicht mit ihm vereinbar. Die hier ist zwar nur minimal aufwändiger, aber hey - immerhin ein Topf kommt zum Einsatz und der kleine Koch meckert auch nicht mehr!

Zutaten:

3 Oberländer
1 kleine Zwiebel
grünes Thai Curry
Ketchup

Zubereitung:

In einem kleinen Topf Öl erhitzen und die kleingewürfelten Zwiebeln andünsten. Sie dürfen auch ein bisschen anbräunen, das macht nichts.

Dann ca. 0,5 - 1 EL Currypaste hinzugeben und verrühren, bis sich das Curry aufgelöst hat. Den Topf vom Herd nehmen und Ketchup in der Menge hinzugeben, bis sich alles schön miteinander vermengt ist. Ich mach das immer nach Sicht, schätze, es sind ca. 75 bis 100ml.


Die Würste anbraten, Curryketchup darüber geben und mit Currypulver bestäuben.


Guten Appetit!


Tipp: Wer will, kann vor dem Ketchup einen Schuss Wasser hinzugeben, dann kommt das Aroma noch der Currypaste noch besser raus.


Nährwerte für eine Wurst (125 g) + Ketchup (25 ml):

Brennwert 318,75 kcal
KHs 4 g
Eiweiß 14,5 g
Fett 28,75 g

P.S.: Um dem kleinen Koch sein vorlautes Maul zu stopfen, versuche ich mich morgen an einer Schweinelende! Wehe, er lässt mich dann im Stich...

Dienstag, 22. April 2014

Saftgulasch

Heute gibt es ein sehr einfaches und praktisches Gulaschrezept. Diese Grundvariante kann man natürlich beliebig abwandeln. Wir kochen es oft für Geburtstage, da es sehr praktisch ist, denn man muss eigentlich nicht viel tun und es nicht wirklich beaufsichtigen. Es kann auch gut eingefroren werden, aber meistens bleibt sowieso nichts übrig.


Zutaten:
1 kg Rindergulasch
ca. 900 g Zwiebeln
Paprikapulver
Salz und Pfeffer
Majoran
Essig
Knoblauch
Kümmel
Öl, Butter oder Schmalz







Zubereitung:
Die Zwiebeln schälen und in Stücke schneiden. Ich viertele sie normalerweise, das reicht, die zerfallen sowieso. Man braucht so viele Zwiebeln, bis man etwa das Volumen (nicht das Gewicht!!) des Fleisches hat. Das ist der wichtigste Orientierungswert. Kauft also lieber große Zwiebeln, dann habt ihr weniger Arbeit.

Dann einfach das Öl erhitzen und Fleisch und Zwiebeln in den Topf geben und Deckel drauf. Bei mittlerer bis niedriger Hitze kochen. Ab und zu mal kurz umrühren und sofort Deckel wieder drauf.

Es entsteht von ganz allein ein superleckerer Saft. 

Nach ca. 30 - 40 Minuten, gebe ich die Gewürze hinzu. Ich nehme für 1 kg Fleisch ca. 1/2 EL von allem, aber das ist Geschmackssache, man muss etwas herumprobieren und am Ende abschmecken. Danach weiter köcheln lassen. Man kann es bis zu 4 Stunden kochen, aber nach 1 Stunde ist es auch schon sehr gut geniessbar. Dazu gibt es bei uns gemischten Blattsalat.

Am besten schmeckt es am nächsten Abend, einfach nochmal aufwärmen.

Varianten:
  • Chilis dazugeben
  • weitere Gewürze, wie bspw. Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Oregano, Petersilie (frisch, am Ende)
  • Paprika kurz vor Ende der Garzeit hinzugeben
  • Tomaten (aus der Dose oder frisch) hinzugeben 
  • 1 Löffel Creme Fraîche oder saure Sahne pro Portion dazu geben
Tipps:
  • Wenn man den Eindruck hat, es entsteht zu wenig Saft, dann ist die Hitze zu stark. Ich fange meistens auf Stufe 2 (von 3) an und gehe dann auf 1,5 wenn ich die Gewürze dazu gegeben habe. Notfalls einen Schuss Wasser dazugeben oder Dosentomaten.
  • Nicht zu neugierig sein. In der ersten Stunde reicht es, wenn man alle 20 Min. mal umrührt. Nach 1 Stunde, kann man es auf niedrigster Stufe stundenlang köcheln lassen, ohne es zu beaufsichtigen.
  • Der Deckel ist sehr wichtig. Er muss gut schließen, sonst verdampft zu viel Flüssigkeit.

Berechnung der KHs:
150 g gegarte Zwiebeln haben ca. 5,9 g KH. Bei einer Portion von 150 g Gulasch müsste der Wert noch etwas darunter liegen.
Pro Portion also ca. 5 g

Normalerweise essen wir aber fast das ganze Gulasch zu zweit, d.h. ca. 500 g pro Person. Aber da wir Sonntags 1. Schlampertag haben und 2. nur Frühstück und Abendessen, sind die 25 g für unsere KH-Bilanz kein Problem.

Das Rezept habe ich von www.chefkoch.de. Dort ist es unter Party-Gulasch zu finden, aber ich kenne es als Saftgulasch.

Und hier einige Bilder aus den verschiedenen Stadien des "Gulasch-Werdens":

direkt am Anfang, wenn die Zutaten in den Topf kommen.

nach ca. 30 Minuten

nach 1 Stunde
nach 1 Stunde 15 Minuten

Donnerstag, 10. April 2014

Schweinefilet / Schweinelende gespickt mit Knoblauch

Das Ergebnis meiner ersten niedergegarten Schweinelende...



Das Rezept kommt von www.chefkoch.de und klang dermaßen einfach (Knofi in Lende stecken, kurz anbraten, dann Filet in Ofen stecken, warten - fertisch), das musste einfach klappen. Dazu gab es Champignon-Sahnesoße (in diesem Fall mit Cremefine) sowie für mich einen grünen, gemischten Salat und für den Mann Kartoffeln aus Mamas Garten.

Ich habe nun endlich auch gelernt, dass ich Fleisch nie mehr wieder einfach nur in heißes Fett werfen werde, sondern immer im Backofen machen. Die Lende war superzart und genau auf den Punkt gegart. Sehr lecker. Auch bei Rindersteaks ist das Garen im Ofen wirklich eine Geling-Garantie und schmeckt eine Million mal besser als jedes gegrillte oder in der Pfanne gebratene Stück Fleisch.